[Buchgedanken] Bei Anruf nackt - Meine Partnersuche im Internet - Ulrike Bornschein

Freitag, Mai 16, 2014 Tinka Beere 0 Comments

Klappentext
"Mit unbefangener Neugier begab sich Ulrike Bornschein auf Partnersuche im Internet. Ihre Bilanz nach einem Jahr: Ein schier unerschöpflicher Vorrat romantischer und erotischer, skurriler und peinlicher Erinnerungen, aber auch eine völlig neue Gelassenheit im Umgang mit paarungswilligen männlichen Wesen. Tabufrei und authentisch dokumentiert sie ihre Erfahrungen auf dem digitalen Beziehungsmarkt. Vom Internetprofil über die E-Mail-Korrespondenz bis zum tatsächlichen Treffen: Wie die Selbsteinschätzungen der Männer mit der Wirklichkeit kollidieren, ist oft überraschend, bisweilen ernüchternd, aber immer aufschlussreich und höchst amüsant."



Deutsche Erstausgabe, 2009
Umfang: 592 Seiten
ISBN: 978-3-641-03043-8
Verlag: Heyne

Meine Meinung
Tut mir leid, aber bis auf zwei Stellen war dieses Buch für mich nicht humorvoll. Sollte dieses Buch wirklich die Realität wiederspiegeln und der Autorin genau so wiederfahren sein, dann will ich ihr nie begegnen. Für mich kommt sie total überheblich rüber. Alle Männer liegen ihr zu Füßen und bekommen schon beim bloßen Anblick dieser Frau eine Erektion. Für mich macht das den Anschein, als wolle sich die, ich nenn sie jetzt einfach mal so, Protagonistin in Zuckerwatte packen und ihre Tolligkeit aufbauschen. Das Kind ist für ein Jahr im Ausland und einen Mann hat sie gerade nicht. Gut, melden wir uns mal in einem Internetportal für Singles an und schreiben dann darüber. Egal, was auch passiert, am Ende sitzt diese Frau am längeren Hebel. Die Mails, die sie mit den Männern schreibt, sind teilweise so überheblich und hochtrabend geschrieben, dass wohl ihre Intelligenz, Wortgewandtheit und Klugheit wiederspiegeln soll.

Nach einem Drittel hatte ich keine Lust mehr auf das Buch und die Nase voll von dieser Protagonistin. Aus Anstand und wegen einer persönlichen Empfehlung habe ich mich weiter durch die Seiten gequält und das Buch trotzdem relativ schnell durchgelesen.


Ich finde es schade, dass sich ein Mensch einerseits in der Öffentlichkeit so in den Mittelpunkt drängt, was für eine besondere Frau sie doch ist und so toll und… ach lassen wir das… und auf der anderen Seite, Menschen so rücksichtslos bloß stellt. Gut, ich habe keine Ahnung, wie es in solchen Portalen so ab geht, aber neben einigen Spinnern, was ja weitläufig bekannt ist, wovon ich aber nicht weiß, ob es stimmt, werden sich sicherlich auch nette Menschen herumtreiben, die vielleicht im richtigen Leben zu schüchtern sind um jemanden Fremdes anzusprechen. Was nebenbei bemerkt ja in Zeiten von Smartphones, auf denen die Augen eigentlich fast ständig ruhen, und Facebook & Co., schon eine Kunst ist. Und wie groß dabei die Chance ist, ein vielversprechendes Gespräch daraus zu entwickeln, wenn man doch schnell E-Mails checken oder bei Facebook, Twitter oder sonst was up do date bleiben muss.


Und “neue Gelassenheit im Umgang mit Männern” ich weiß ja nicht, aber einige dieser Männer hatten gar keine wirkliche Chance bei ihr. Ich glaube, sie hatte das Ziel schon am Anfang im Blick – Bestätigen, was alle Welt über speziell Männer in Singleportalen denkt.


Der Vollständigkeit halber:

Hinweis
Alle im vorliegenden Buch beschriebenen Begegnungen haben tatsächlich stattgefunden, die Schriftwechsel sind authentisch. Namen und biografische Daten der beteiligten Personen wie Alter, Beruf, Wohnort und andere unverwechselbare Details wurden verändert.

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