[Buchgedanken] Elchscheiße: Lars Simon

Freitag, Mai 02, 2014 Tinka Beere 0 Comments

Klappentext
"»Was machst du denn hier?«, fragte Tanja. »Ich habe gekündigt, Häschen.« Es gab Riesenkrach. Ist ja auch nicht leicht für eine Frau, wenn sie ihrem Ur-Mann wiederbegegnet. Ich hingegen wirkte auf mich ruhig und selbstbewusst. Echte Männer sind so.

Freundin weg, Job weg, Therapeut weg - doch Torsten Brettschneider (35) lässt sich nicht unterkriegen. Er kauft sich einen gebrauchten VW-Bus, tauft ihn Lasse und fährt mit ihm gen Schweden, wo er einen Bauernhof geerbt hat. Die Postkartenidylle lässt jedoch auf sich warten … Älgskit! Was für eine Elchscheiße! Ob Torsten aus der Schwedennummer je wieder rauskommt?"

Deutsche Erstausgabe, 2014
Umfang: 288 Seiten
ISBN: 978-3-423-21508-4
Verlag: dvt



Meine Meinung

Das Buch zieht allein schon mit seinem Titel Aufmerksamkeit auf sich. Wie der Autor in seinem Werk selbst bemerkt, passt der Titel des Buches wunderbar zur Geschichte. Und dann ist auf dem Cover noch dieser supersüße Elch abgebildet.

Ich fand sehr interessant, dass die Kapitelüberschriften ausgeschriebene Zahlen sind. Das mag ich sehr gerne, da sie nicht zu viel verraten können. Ab dem zehnten Kapitel sind die Kapitelüberschriften in schwedischer Sprache verfasst. Fand ich sehr kreativ, weil das Buch ab dem Zeitpunkt in Schweden spielt. Im Anhang gibt es eine Übersicht über verwendete schwedische Wörter und Sätze, die im Buch verwendet wurden, und werden auch für jene, die kein Schwedisch können, übersetzt.

Die Geschichte handelt von einem Mann, der durch das ganze Buch hindurch ein Buch schreiben will. Er hat die Illusion ein Schrifsteller auf seinem geerbten Gehöft in Schweden zu sein und dort zu schreiben. Wobei ja immer wieder gesagt wird: “Schreib bloß nie ein Büch über jemanden, der ein Buch schreibt!” — Bei solchen Büchern denke ich mir: warum? :D Funktioniert doch. Sehr gut sogar.

Letztendlich ist der Roman so eine bunt zusammengewürfelte Kette von Ereignissen, bei der man sich am Lesen echt an den Kopf fassen möchte. Das ganze Buch ist, bis auf eine Ausnahme, sowas von unvorhersehbar. Es ist wirklich eine Freude zu lesen. Und nicht zuletzt durch die vielen Vorurteile mit denen das Buch gespickt ist und zufälligen Absurditäten, will man immer weiter lesen.

Das Buch ist wirklich sehr lustig und steigert sich zum Ende noch einmal enorm.

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