[Buchgedanken] Das Leben und das Schreiben: Stephen King

Freitag, Juni 27, 2014 Tinka Beere 0 Comments

»Beim Schreiben geht es nicht darum, Geld zu verdienen, berühmt zu werden, Verabredungen zu bekommen oder Freunde zu finden. Eigentlich geht es nur darum, das Leben derer, die Ihre Bücher lesen, und Ihr eigenes Leben zu bereichern. Es geht darum, sich aufzuraffen, klarzukommen und loszulegen. Es geht darum, glücklich zu werden, okay? Glücklich zu werden.« (S. 330)
»Schreibseminare oder -unterricht braucht man genauso wenig wie dieses Buch oder jedes andere übers Schreiben.« (S. 291)
»Man lernt am meisten, wenn man viel liest und schreibt, und die wertvollsten Lektionen sind die, die man sich selbst erteilt.« (S. 292)

Klappentext
"Während der Genesung nach einem schweren Unfall schreibt Stephen King seine Memoiren – Leben und Schreiben sind eins. Ein unverzichtbarer Ratgeber für alle angehenden Schriftsteller und eine Fundgrube für alle, die mehr über den König des Horror-Genres erfahren wollen. Ein kluges und gleichzeitig packendes Buch über gelebte Literatur."


Originaltitel: On Writing
Aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer 
Deutsche Erstausgabe, 2011
Umfang: 384 Seiten
ISBN: 978-3-453-43574-2
Verlag: Heyne

Auch nach einigen Tagen des Nachdenkens weißt ich nicht so genau, was ich darüber schreiben soll. Ich bin schon nachdem ich eine Dokumentation über Stephen King gesehen habe, fasziniert von diesem Menschen. So viele Tiefs in seinem Leben und er hat dennoch weiter gemacht. Es ist sehr interessant zu lesen, wie er überhaupt zum Schreiben gekommen ist. Und obwohl King nichts von Schreibratgebern hält, kann ich gar nicht sagen, wie viel mir dieses Buch gebracht hat. So viele Tipps und so viel Mut immer weiter zu machen.

»Muss Ihnen wirklich erst jemand einen Aufkleber mit der Aufschrift SCHRIFTSTELLER anpappen, damit Sie selbst glauben, einer zu sein? Bei Gott, hoffentlich nicht.« (S. 290)

Ich mag auch seine Schreibweise sehr gern, sehr humorvoll und ich hätte nie gedacht, dass ich ein Buch von King einmal so verschlingen würde.

»Wenn ein Autor weiß, was er tut, lasse ich mich auf die Fahrt ein. Wenn nicht … nun, ich bin jetzt, zur Jahrtausendwende, in meinen Fünfzigern, und es gibt eine Menge Bücher. Ich habe keine Zeit um sie mit den schlecht Geschriebenen zu verschwenden.« (S. 219)
»Schreiben ist nicht das Leben, aber manchmal kann es einen Weg zurück ins Leben bieten, glaube ich.« (S. 307)

Und genau das unterschreibe ich auch so.

Fazit: ♥♥♥♥♥/♥♥♥♥♥


Ich glaube, dieses Buch ist etwas für jeden, der schreibt. Viele Schreibratgeber beleuchten die technische Seite des Schreibens. King als Discovery Writer, schreibt ohne zu planen, und gibt einen sehr schönen und inspirierenden Einblick in seine Arbeitsweise. Aber ich denke auch, jeder, der nicht selbst schreibt und einfach nur gerne ließt und auch über die Menschen hinter den Büchern etwas erfahren will, wie schwer es doch ist und wie langwierig es sein kann, ein Autor zu werden, kann aus diesem Buch etwas mitnehmen.

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