[Buchgedanken] Der kleine Prinz: Antoine de Saint-Exupéry

Sonntag, Juni 22, 2014 Tinka Beere 0 Comments

 “Adieu”, sagte der Fuchs. “Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.” (S. 71)

Klappentext
"In der bisherigen Übersetzung von Grete und Josef Leitgeb.
Das Taschenbuch war nicht die erste Ausgabe des Kleinen Prinzen, die erschien 1950. Erst zwei Jahre später, 1952, wurde eine schwarzweiße »preiswerte Ausgabe für die Schüler« herausgebracht, die später von einem vierfarbigen Taschenbuch flankiert und im Jahr 1998 endgültig von ihm ersetzt wurde. Mehrmals neu aufgelegt, jedes Mal erfolgreich.
Verkauft wurden seit 1952 über sechs Millionen Exemplare."


Umfang: 128 Seiten
ISBN: 978-3-7920-0049-6
Verlag: Karl Rauch


Erzählung: /

Die Rahmenhandlung an sich ist vielleicht nicht so weltbewegend, aber die Art und Weise, wie dieses Buch geschrieben wurde, ist einfach fantastisch. Jedes noch so kleine Kapitel steckt voller Lebensweisheit. Ich mag solche Bücher wirklich gerne. Man denkt über sein eigenes Leben nach und wird angeregt, die Dinge mit anderen Augen zu sehen.

Meine Lieblingszitate:

Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche. Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge? Sie fragen euch: Wie alt ist er? Wie viele Brüder hat er? Wie viel wiegt er? Wie viel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie, ihn zu kennen. (S. 17-18)


Den nächsten Planeten bewohnte ein Säufer. Dieser Besuch war sehr kurz, aber er tauchte den kleinen Prinzen in eine tiefe Schwermut.
“Was machst du da?”, fragte er den Säufer, den er stumm vor einer Reihe leerer und einer Reihe voller Flaschen sitzend antraf.
“Ich trinke”, antwortete der Säufer mit düsterer Miene.
“Warum trinkst du?”, fragte ihn der kleine Prinz.
“Um zu vergessen”, antwortete der Säufer.
“Um was zu vergessen?”, erkundigte sich der kleine Prinz, der ihn schon bedauerte.
“Um zu vergessen, dass ich mich schäme”, gestand der Säufer und senkte den Kopf.
“Weshalb schämst du dich?”, fragte der kleine Prinz, der den Wunsch hatte, ihm zu helfen.
“Weil ich saufe!”, endete der Säufer und verschloss sich endgültig in seinem Schweigen.
Und der kleine Prinz verschwand bestürzt.
Die großen Leute sind entschieden sehr, sehr wunderlich, sagte er zu sich auf seiner Reise. (S. 42-43)

Fazit: ❤❤❤❤❤★/
❤❤❤❤❤
Dieses Buch ist ein Buch zum immer wieder lesen. Man kann es, auch als langsamer Leser, wie ich es einer bin, in einem Rutsch durchlesen, denn es hat nur 93 Seiten. Doch jede einzelne Seite kann einem so viel geben, wenn man sich darauf einlässt.

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