[Buchgedanken] Stolz und Vorurteil: Jane Austen

Dienstag, Juli 01, 2014 Tinka Beere 0 Comments

“Wenn Sie mir schon unbedingt danken müssen”, antwortete er, “dann tun Sie es bitte nur in Ihrem eigenen Namen. Ich will nicht leugnen, daß mir der Gedanke, Sie dadurch wieder froh zu machen, vor allen anderen Überlegungen kam. Ihre Familie schuldet mir nichts. So viel ich auch von ihr halte, ich glaube, ich dachte ausschließlich an Sie.”
Elisabeth wußte in ihrer Verlegenheit nicht, was sie erwidern sollte. Nach einer kleinen Pause fügte Darcy hinzu: “Sie sind zu ehrlich, um mich täuschen zu wollen, wenn sie noch genauso denken wie letzten April, dann sagen Sie es mir bitte ohne Schonung. Meine Gefühle und Wünsche sind unverändert geblieben; aber ein Wort von Ihnen genügt, und ich werde nie mehr darüber sprechen.” (S. 342)

Klappentext
"Der Austen-Klassiker neu verfilmt
Die Familie Bennet hat fünf Töchter. Eine Heirat mit einem möglichst begüterten Mann ist die einzige Karriere, die ihnen das Leben zu bieten hat. Leicht vorstellbar, daß es jede Menge Aufregung gibt, als zwei junge Männer von Vermögen in die Gegend ziehen. Schon bald macht Mr. Darcy, ein standesbewußter Gutsbesitzer, der munteren und geistvollen Elizabeth einen Heiratsantrag, den sie jedoch spontan ablehnt. "
Deutsche Erstausgabe, 2013
Umfang: 364 Seiten
ISBN: 978-3-7466-5106-4
Verlag: Aufbau Verlag



Sprache: /

Ich gebe zu, dass ich mich am Anfang sehr an die Sprache und Ausdrucksweise gewöhnen musste. Die Geschichte wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts geschrieben und da hat man noch anders geredet. Aber es passt so gut zu der Geschichte.


Meine Lieblingsfigur (en): /

Witzigerweise gibt es keine Figur, die ich nicht als Lieblingsfigur bezeichnen würde. Jeder Charakter hat seine Ecken und Kanten, aber das faszinierende ist, dass wirklich alle Figuren so geschildert sind, dass ich sie auseinander halten konnte, was zum Beispiel im Film mein größtes Problem war. Aber die Verwirrung hat sich ja hiermit aufgelöst :D


Mein Lieblingszitat (neben dem ganz oben, ich hoffe nicht, dass ich damit jemanden gespoilert habe)

Seine Frau suchte ihm darauf mit vielen Worten klarzumachen, daß ein solcher Besuch die einfachste Pflicht der Höflichkeit sei.
“Das ist eine von den vielen Anstandsregeln, auf die ich ganz und gar nichts gebe”, erwiderte er. “Wenn ihm an unserer Gesellschaft etwas gelegen ist, soll er sich gefälligst selbst darum bemühen. Er weiß ja, wo wir wohnen. Ich habe wahrhaftig Besseres zu tun, als jedesmal hinter meinen Nachbarn herzurennen, wenn sie verreist waren und wiederkommen.” (S. 308)
Mein Fazit: /
Dieses Buch hat auf jeden Fall 5 Herzchen verdient. Ich konnte das Ende kaum noch abwarten und habe die zweite Hälfte regelrecht verschlungen. Ich würde das Buch auf jeden Fall immer wieder lesen (wenn ich denn dazu käme). Übrigens erscheit im September 2014 der “2. Teil”: Die ganze Geschichte wird aus der Sicht der Bediensteten geschrieben und heißt “Im Hause Longbourn” von Jo Baker.

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