[Buchgedanken] Das Leuchten der Stille: Nicholas Sparks

Montag, Juli 20, 2015 Tinka Beere 2 Comments

Klappentext
"Gibt es die ewige Liebe, die allen Widrigkeiten trotzt? John ist davon überzeugt. Nichts kann seine Beziehung zu Savannah gefährden, auch nicht der Umstand, dass er mehrere Jahre lang ins Ausland muss. Umso erschütterter ist er, als er ihren Abschiedsbrief empfängt – der ihn vor die schwerste Entscheidung seines Lebens stellt."


Originaltitel: Dear John
Aus dem Amerikanischen von Adelheid Zöfel 
Deutsche Erstausgabe, 2010
Umfang: 416 Seiten
ISBN: 978-3-453-50382-3
Verlag: Heyne

Leider muss ich sagen, dass ich immer noch nicht weiß, was ich von dieser Geschichte halten soll. Sie ist ganz süß, aber so richtig gefesselt war ich beim lesen nicht. Besonders schwer habe ich mich mit dem ersten Kapitel getan. Es zog sich gefühlte Ewigkeiten dahin, behandelte Johns Biografie in einer übertriebenen Ausführlichkeit.
Dann lernte John Savannah kennen und auf einmal kam ich richtig flott voran. Die Geschichte war flüssig und romantisch - fast schon zu kitschig romantisch, was ich von einem Sparks aber auch nicht anders erwartet hätte. Dann die Trennung der beiden und es wurde wieder lang ...

Interessant fand ich, dass einige Schicksalsschläge der Handlung tiefe gegeben haben. Doch ich weiß nicht, wie realistisch das Handeln der Figuren ist. Ich bin mir total unsicher, ob ich es total verkitscht finde, dass die beiden sich für das Mehr in der Beziehung so viel Zeit lassen, obwohl sie in den Zwanzigern genau im richtigen Alter sind - gerade weil sie sich nicht oft und lange sehen - oder nur unglaublich romantisch. Savannahs Motive kann ich nachvollziehen, während John von "der Einen" so verzaubert wurde, dass er sein rebellenhaftes Ich einfach so vergessen kann.
Es gab zu wenig Reibereien dafür, dass sich zwei Männer um eine Frau bemühen. Sie entscheidet sich und beide scheinen damit irgendwie zufrieden zu sein, auch wenn es nicht leicht ist.

Gut gefallen hat mir der Schreibstil. Er war ruhig und sehr bildhaft. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und die Geschichte lief wie in einem Film vor meinen Augen ab.

Fazit: ❤❤/❤❤❤❤❤
Es ist so schwer, eine Wertung zu diesem Buch abzugeben, denn es ist sicher nicht umsonst so beliebt und sogar verfilmt worden. Einerseits hat es mir gefallen, andererseits hat es mir an Spannung und bei den Charakteren an logischem Handeln gefehlt. Besonders am Anfang und am Ende habe ich mich im Gegensatz zum mittleren Teil durch die Seiten gequält. Das erste Kapitel hätte ich wahrscheinlich gnadenlos gestrichen und die Inhalte nach und nach in die Handlung eingeflochten - wie es sowieso passiert ist. Darum und weil ich die Figuren nicht sehr authentisch halte, gibt es für meinen ersten Sparks leider nur zwei Herzchen.
Ich hatte mir wohl mehr erwartet, vielleicht war das Buch auch nur zur falschen Zeit da. Wie auch immer, ein Buch für lauschige Sommerabende ist es auf alle Fälle und gefallen hat es mir schon.

Kommentare:

  1. Ich muss gestehen, Nicholas Sparks und Wolfgang Hohlbein haben für mich eines gemeinsam: Sie können verdammt gute Inhaltsangaben schreiben und wenn ich dann die Bücher gekauft oder ausgeliehen habe, bin ich meistens vom Inhalt genervt. Aber immerhin werden anscheinend alle Sparks Romane über Kurz oder Lang verfilmt und so war ich eben auf youtube auf Trailershow unterwegs und habe mindestens drei Filme nach Büchern von ihm gesehen, die ich mir mal ausleihen muss.
    Ich werde Dir dann berichten, ob ich genausolche Schwierigkeiten mit der Einschätzung habe wie Du ;-)

    AntwortenLöschen

Wie hat dir der Beitrag gefallen?

Noch eine Tasse Tee?

Oh du fröhliche - Update und Blick in die Zukunft

Einige Zeit ist schon wieder ins Land gegangen, seit ich das letzte Mal gebloggt habe. Das sind immer die Phasen des Lebens, in denen...