[Buchgedanken] Die Quelle: Catherine Chanter

Donnerstag, November 12, 2015 Tinka Beere 0 Comments

Klappentext
„Neu anfangen, draußen auf dem Land. Doch ihr Traum wird zum Albtraum.Der große internationale Bestseller, der mit seiner verstörenden Aktualität und atmosphärischen Kraft die Leser über alle Grenzen hinweg fesselt.
Was ist grausamer, die Natur oder die Menschen? Ruth wollte mit ihrer Familie neu anfangen, draußen im Haus an der Quelle. Doch als es im ganzen Land nicht mehr regnet, nur noch bei ihnen, wird das Paradies zum Albtraum, der das Leben eines Kindes kostet – und bald kann Ruth nicht einmal mehr sich selbst trauen.
In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land. Nur auf dreißig Morgen Land im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth und Mark, denen »die Quelle«, dieses noch fruchtbare Grundstück gehört, haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz persönlichen Hölle.
Ein aufwühlender psychologischer Roman von zwingender Spannung: eine Frau, ein Mann und ihre Familie in einer Extremsituation, die uns jederzeit treffen könnte. Mitreißend erzählt von Catherine Chanter, der Neuentdeckung aus England.“




Aus dem Englischen von Verena Kilchling
Deutsche Erstausgabe, 2015
Umfang: 480 Seiten
ISBN: 978-3-651-02195-2
Verlag: Fischer Verlag

Ich bin immer wieder überrascht, wie sehr ein Buch meine Stimmung beeinflussen kann. Dieses Buch habe ich leider in zwei Teilen gelesen. Zunächst im Frühjahr, weil ich es unbedingt noch für die ABC-Challenge lesen wollte, doch für den Frühling war mir das Buch irgendwann echt zu deprimierend. Also habe ich es jetzt nochmal zur Hand genommen und den zweiten Teil verschlungen. Wieder haben mich die Stimmungen im Buch mitgerissen und ich kann nichts anderes, als darüber fasziniert sein.

Das Buch erzählt eine Geschichte von Glauben und Liebe, Freundschaft und Religion, Wahrheit und Lüge vor dem Hintergrund einer großen, globalen Kriese. Stellt euch vor, es gibt kein Wasser mehr, nur an einem Ort. Wie schrecklich, wenn es nicht mehr regnet. Dabei fluchen wir schon, wenn es im Sommer ein paar Wochen trocken und unerträglich heiß ist. Aber über Jahre? Das kann man sich nicht vorstellen.

Doch dieser Hintergrund bleibt fast schon nebensächlich und beim Lesen taucht man in die Gedanken von Ruth ein. Diese Frau, die einen Lebenstraum hat, ihn mit ihrer großen Liebe verwirklichen möchte, doch immer mehr von einer Sekte vereinnahmt wird.

Die bedrückende Stimmung hat mich manchmal dazu gebracht, daran zu denken, dieses Buch nicht so gut zu bewerten, weil es wirklich unangenehm war. Andererseits ist das doch eine Großartigkeit, wenn man nicht nur mit der Geschichte und dem Schreibstil den Leser rührt, sondern auch seine Stimmung beeinflussen kann. Ich bin schockiert und beeindruckt zugleich.

Fazit: ❤❤❤❤❤/❤❤❤❤❤
Ich kann nicht anders, als dieses Buch mit fünf Herzchen zu bewerten. Nicht unbedingt der Geschichte wegen, sondern wegen dem Gefühl, das ich beim Lesen hatte. Außerdem habe ich eine Seite nach der anderen verschlungen. Auch nach der mehrmonatigen Pause brauchte ich nur ein paar Seiten um wieder in die Geschichte und das Gefühl reinzukommen.

0 Kommentare:

Wie hat dir der Beitrag gefallen?

Noch eine Tasse Tee?

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Die letzten Wochen sind wie eine Reise. Ein Trip zu mir selbst. Zu dem, wer ich bin, wer ich sein will und auch woher ich komme. Was sol...