[Journaling] Zeit für Experimente | Von der Chaosqueen zum Planungssuchti

Freitag, Juni 10, 2016 Tinka Beere 0 Comments

Eine Weile ist es schon her, dass ich das erste Mal davon gehört habe: Journaling. Allerdings habe ich das Thema für mich nie wirklich als so reizvoll angesehen. Dafür habe ich vielmehr den Filofax-Hype beobachtet - auf Youtube und auch auf Instagram.



Tatsächlich gab es mal eine Zeit, in der ich hoffnungslos chaotisch war. Den Spitznamen hatte ich nicht umsonst bekommen, wenn sich mal wieder nur eine Schneise durch mein Zimmer bahnte und sich links und rechts die Spielsachen in meinem Zimmer türmten.
In den letzten Jahren hat sich das ziemlich stark gewandelt, was nicht nur daran liegt, dass ich von zu Hause aus- und in eine eigene Wohnung gezogen bin. Auch Bücher wie "Simplify your Life" oder der Minimalismus-Hype haben ihren Teil dazu beigetragen. Ich habe Bücher und Klamotten aussortiert und zeitgleich auch immer wieder ausgetestet, wie ich mich selbst und meine Aufgaben organisieren kann.

Der Zusammenbruch kam vor ein paar Semestern während des Studiums. Ich brauchte einfach einen Ort für meine Termine, Listen und Co. So unter uns: Ich liebe Listen. Einkaufslisten, ToDo-Listen, Wunschlisten, Bücherlisten. Das alles lies sich irgendwann nicht mehr im Kopf organisieren, vor allem weil mein Hobby, das Schreiben und Autorsein, immer größere Ausmaße annahm.

Einen normalen Kalender zu führen, gelang mir nur schwer. Und erst seit Anfang 2016 trage ich wirklich konstant meine Termine und Arbeitszeiten ein. Dafür nutze ich zwei Kalender, weil ich sonst nicht damit klar komme. Einen Kalender mit einer Woche pro Seite und Notizen auf der anderen Seite.

Auf der Notizenseite trug ich dann meine Ziele für die Woche und wichtige Aufgaben ein. In die Wochenübersicht kamen Termine zum Beispiel wann ich zum Arzt oder zur Uni muss, aber auch wann ich eine Abgabe fürs Schreibmeer oder für einen Textauftrag habe. Auf der Kalenderübersicht ganz vorne im Buch habe ich auch noch wichtige Termine eingetragen, wie zum Beispiel den NaNo oder die Buchmessen. Auf den hinteren Notizseiten habe ich meine Finanzplanung gemacht, einen Sportplan, eine Wunschliste und meine Jahresziel-Planung. Zudem nutze ich einen zweiten kleineren Kalender.

In diesem wird es langsam unübersichtlich. Hier habe ich auf den Tagesseiten mein Arbeitszeiten eingetragen und zwar mit einem Kasten blockiert in den ich dann eine ToDo-Liste geführt habe. Von 8:30 (manchmal auch schwankend 9:30) bis 11:30 (bzw. 12:30) war die Zeit, in der ich geschrieben habe. Zu Beginn des Jahres habe ich hier meine Autorenarbeit gemacht (Texten, Bloggen, Social Media, Schreibmeerkram, an meinen Projekten schreiben), jetzt kommt diese Zeit ausschließlich meinen Projekten zugute, es sei denn, es kommt eine wichtige Mail, die beantwortet werden muss.
Der zweite Block ist von 14:30 (ehemals 15:30) bis 18:00 (oder auch 19:00) für meine Autorenarbeit (Anfang des Jahres für meine Bachelorarbeit), die ich fürs Bloggen, Texten, lektorieren, Testlesen, Social Media und eben den anderen Autorenkram nutze.

Extern hatte ich noch einen Blog mit einer "allgemeinen ToDo-Liste", die dann auf Trello umgezogen ist. Das war übersichtlicher, weil man hier mit mehreren Boards arbeiten und auch in einzelne Aufgaben auch ToDo-Listen einfügen und sie bestimmten Labels zuordnen kann.

Jetzt kommt das große ABER. Es ist noch nicht perfekt genug für mich. Zwar kann ich damit gut arbeiten, jedoch ist mir das zu viel hin und her gehoppe. Hier ein Planer, da ein Kalender, externe Listen. Das geht besser. Ich will alles in einem.

Vor ein paar Wochen bin ich dann auf Pinterest auf "bullet journaling" gestoßen. Sah gut aus, also habe ich mich weiter dort umgesehen und auch eine eigene Pinnwand mit Inspirationen zusammengestellt:



Im Moment bin ich noch am Rumexperimentieren und einige Versuche sehen echt schrecklich aus, aber ich übe und vielleicht zeig ich euch bald, wie ich meine Termine, Listen, ToDo's, Vorhaben und Pläne in einem Buch organisiere :-) 

Übrigens fließen auch einige Ideen in mein Buchprojekt #30TSC ein ^^

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