[Neues aus der Bib] Recherche, Klassiker und Empfehlung

Montag, November 07, 2016 Tinka Beere 1 Comments

Seit langer Zeit war ich mal wieder in der Bibliothek und habe mir ein paar Schätzchen mitgenommen. Eigentlich hatte ich noch mehr Bücher auf dem Zettel, doch so schnell lese ich sowieso nicht. Habe ich noch ein paar fürs nächste Mal :-D
Mit dabei sind zwei Bücher, die ich zur Recherche für Back to the Roots, aber auch aus Interesse lesen möchte, ein Buch, das mir empfohlen wurde, und eines, das ich eigentlich schon längst gelesen haben wollte ...


1984: George Orwell

Krieg ist Frieden!Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das sogenannte "Neusprech". Zusammen mit dem sogenannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschriebt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschende Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst.Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen.

Schöne Neue Welt: Aldous Huxley

1932 erschien eines der größten utopischen Bücher des 20. Jahrhunderts: ein heimtückisch verführerischer Aufriss unserer Zukunft, in der das Glück verabreicht wird wie eine Droge. Sex und Konsum fegen alle Bedenken hinweg und Reproduktionsfabriken haben das Fortpflanzungsproblem gelöst. Es ist die beste aller Welten – bis einer hinter die Kulissen schaut und einen Abgrund aus Arroganz und Bosheit entdeckt.
Endlich erscheint die längst fällige Neuübersetzung von Uda Strätling. Das prophetische Buch, dessen Aktualität jeden Tag aufs neue bewiesen wird, erhält eine sprachlich zeitgemäße Gestalt.

Der fremde Freund/Drachenblut: Christoph Hein

»Ich bin unverletzlich geworden. Ich habe in Drachenblut gebadet, und kein Lindenblatt ließ mich irgendwo schutzlos. Aus dieser Haut komme ich nicht mehr heraus.« Das ist das Fazit der Ich-Erzählerin, Ärztin an einem Ostberliner Krankenhaus, kinderlos, geschieden. Von einem scheinbar ganz normalen Frauenleben berichtet sie, und doch werden hinter der kühlen, spröden Fassade die Ängste, das Mißtrauen und die Frustrationen sichtbar, die sie gnadenlos von der Welt, von sich selbst, der eigenen Kindheit und von Henry trennen, ihrem Freund, der im selben Hochhaus wohnt und der ihr bis zum Ende fremd bleibt. Schonungslos und suggestiv erzählt Hein von Einsamkeit und Beziehungslosigkeit in der DDR Anfang der achtziger Jahre. Mit der Novelle Der fremde Freund, die 1982 erschien und im Westen ein Jahr später unter dem Titel Drachenblut herauskam, erlebte Christoph Hein seinen literarischen Durchbruch.

Die unendliche Geschichte: Michael Ende

TU WAS DU WILLST lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt in Phantásien. Doch was dieser Satz in Wirklichkeit bedeutet, erfährt Bastian erst nach langem, mühevollem Suchen …
Bastian Balthasar Bux entdeckt in einer Buchhandlung ein geheimnisvolles Buch, „Die unendliche Geschichte“. Es handelt von Phantásien, dem Reich der Phantasie. Die Kindliche Kaiserin, Herrscherin dieses Reichs, ist schwer erkrankt. Sie droht zu sterben und mit ihr wird Phantásien untergehen. Erst ist Bastian nur der Leser der Geschichte, nach und nach merkt er, dass er ein Teil von ihr wird. Er soll derjenige sein, der Phantásien rettet!
Zusammen mit dem Krieger Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur macht sich Bastian auf eine aufregende Reise durch Phantásien, in der bald jede Minute zählt.

1 Kommentar:

  1. Ich bekomm wieder richtig Lust, Drachenblut noch einmal zu lesen. Gib dem Buch ruhig noch einmal eine Chance. Es stecken so viele wunderschöne Sätzchen in dem Schätzchen (ohje...^^), die mir eine Menge mitgegeben haben.

    Liebe Grüße,
    Sarah

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