[Statistik und Meer] So war der Januar 2017

Mittwoch, Februar 01, 2017 Tinka Beere 0 Comments



Dieser Januar ist der erste Monat, der nicht im Flug vergangen ist. Das mag wahrscheinlich daran liegen, dass sich mein Leben stark entschleunigt hat :D Mir soll's recht sein, die letzten Monate waren hektisch und stressig genug.

Angefangen hat das Jahr mit dem Verlust meines Smartphones. Jetzt bin ich einen Monat ohne und nach dem anfänglichen "Oh mein Gott, was mach ich denn jetzt? Wie soll ich meine Social-Media-Kanäle pflegen?" bin ich wirklich recht entspannt. Klar ist es doof, dass ich vor allem nicht mehr auf Instagram aktiv sein kann, aber so ist es und was nutzt es, sich über Dinge aufzuregen, die man aus den verschiedensten Gründen nicht ändern kann. Daher: einfach mal chillen und wenn es gut läuft, dann bin ich um die Leipziger Buchmesse herum auf Twitter und Instagram wieder da :)

Ebenfalls ein sehr großes Thema war für mich im Januar, mich selbst zu reflektieren. Mir kam wieder die Frage "Wie ich das alles nur schaffe" aus einem Interview von Myna Kaltschnee in den Sinn und ich habe versucht, sie mit einem Blick auf mein 2016 erneut zu beantworten. Dass mein Jahr 2017 bisher viel entspannter ist, schiebe ich auch ein bisschen auf die Erkenntnisse, die ich aus 2016 gewonnen habe und gewillt bin, umzusetzen: mich auch mal zu entspannen und mich auf Projekte zu konzentrieren, die mich weiterbringen. Damit einher geht auch, der entspanntere Umgang mit mir selbst, mich nicht so sehr unter Druck zu setzen und daran zu arbeiten, mein Reallife in ein Gleichgewicht zu bekommen, bevor ich an meinen Zielen arbeite. Denn dass habe ich 2016 gelernt, wird irgendwann schief gehen, weil ich sonst versuche, zusammenzuhalten, was auseinanderdriftet und ich daran zerbrechen könnte ...

Einen sehr großen Einschnitt gab es eher im privaten Bereich, den ich hin und wieder mal durchblicken lasse und der auch zu meiner entspannten Grundstimmung beigetragen hat: Ich habe einen Brotjob gefunden :) Wie es mir damit geht, habe ich hier für euch geschrieben.

Der Januar blieb bei mir natürlich auch nicht ohne Vorsätze - obwohl ich mir eigentlich immer Dinge vornehmen kann, die ich dann direkt umsetzen möchte. Recht prägend war aber die Erkenntnis, dass ich mein Leseverhalten ändern, also das, was ich lese, nicht mehr in der Öffentlichkeit diskutieren möchte, solange ich daran lese. Das hat natürlich auch für die Teestube hier Konsequenzen: Es wird bedeutend weniger Buchbloginhalte geben. Warum und wie und was genau könnt ihr hier nochmal lesen. Zeitgleich ist auch eine neue Kategorie, wenn man sie denn so nennen will, auf meinen Blog gewandert. Sie hat sich in meinen Buchgedanken bereits angebahnt und beinhaltet jetzt Gedanken zu allem Möglichen, was mich so beschäftigt. Soweit bin ich super zufrieden damit, da ich einen Ort für meine Gedanken gefunden habe, die auch euch als Leser zu interessieren scheinen. Und außerdem kann ich euch auf diese Art näher sein, weil euch die Themen auch beschäftigen und ihr diese Beiträge eher kommentiert. Das macht mich natürlich sehr glücklich, weil ich das Gefühl habe, nicht einfach so in die Luft zu schreiben <3

Der Januar endet also mit sehr vielen Reflexionen und Erkenntnissen des letzten Jahres, sodass ich motiviert in den Februar starte. Mir wurde bewusst, dass auch die kleinen Dinge Großes bewirken, auch wenn man die Ergebnisse nicht direkt sieht; und so werde ich weiterhin nicht aufhören, an meinen Träumen zu arbeiten und mich immer und immer weiterzuentwickeln und voranzukommen :)

Bücher und Lesen

Lesetechnisch krämte ich im Januar also im Geheimen herum und ich muss ehrlich sagen, dass es mir sehr, sehr gut tat. Ich hatte nicht das Gefühl, schnell durch ein Buch fliegen zu müssen, nur, weil ich irgendwo gepostet habe, dass ich es gerade lese. Wie schon so oft erwähnt, ist mein Leseverhalten sehr sprunghaft und so kommt es vor, dass ich manchmal monate- oder jahrelang ein Buch nicht anfasse, bevor ich es verschlinge. Auch wenn diese Dinge vielleicht nur in meinem Kopf stattfinden, werde ich es weiterhin so beibehalten, denn ich lese wieder viel lieber und sehr viel entspannter - und weil ich den Blick auf die Statistik nicht ausschalten kann und möchte, habe ich mir auf Goodreads ein Jahresziel von 25 Büchern gesetzt. Vermutlich ist das mehr als machbar, für mich als Zahlenfreak und Statistikliebhaber aber letztlich ein schönes Gefühl, das Leseverhalten doch ein bisschen zu tracken :D Manche Dinge muss man nicht verstehen ...

gelesen

 

Mit dem fünften Teil der Lux- bzw. Obsidian-Reihe Opposition: Schattenblitz habe ich diese Serie nun abgeschlossen. Die Bücher haben mich ja echt sowas von verrückt gemacht. Habe ich den ersten Teil verschlungen, war ich mittendrin wirklich aufgebracht (aufgrund des Korrektorats), aber dennoch liebe ich sie - nicht nur, weil sie so wunderschön sind, sondern weil auch die Geschichte mal etwas anderes ist. Hin und wieder brauche ich einfach "leichte" Bücher und mit den meisten Jugendbüchern macht man da wirklich nicht viel verkehrt.

Weil es sich so ergeben hat, habe ich vermehrt zu meinem Kindle gegriffen und da ich auf der BuchBerlin Misty & Rachel von der lieben Dana Müller gewonnen habe, musste dieses Buch dran glauben. Die Geschichte fand ich eigentlich ganz gut, nur habe ich mich leider an dem Schreibstil etwas gestört, er war irgendwie zu schnell, mir nicht tief genug, und so habe ich dieses Buch nach gut 30% abgebrochen.


Schließlich hat mich noch ein Sachbuch durch den Januar begleitet, das ich förmlich inhaliert habe. Obwohl der Titel wirklich sehr, sehr hart ist, hat mich das Buch direkt angesprochen, als ich ein paar meiner aussortierten in einem Bücherschrank gelassen habe, und es mitgenommen. Nicht nur privat, sondern auch als Autorin hat mir das Buch sehr viel gegeben und so ist letztlich sogar ein Artikel fürs Schreibmeer dabei rumgekommen, der im März erscheinen wird. Eventuell wird noch ein weiterer folgen ... mal gucken ^^

geschrieben


Meine Projekte sind im Januar - wie erwähnt - etwas zu kurz gekommen, weil ich mich durch den Brotjob ein bisschen sortieren musste. Ein paar Kapitel habe ich jedoch von Back to the Roots überarbeiten können und auch eine Kurzgeschichte #Gruselmeer für mein neues Pseudonym Marija Kraujas ist entstanden und wurde überarbeitet. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, weil ich eben gemerkt habe, dass ich in den letzten Monaten und Jahren nicht umsonst an meinem Schreiben gearbeitet habe. Ich kann die Ergebnisse der Mühen sehen. Klar bin ich nicht perfekt, das werde ich wohl auch nie sein, aber ich erkenne Fortschritte. Auch was das Artikelschreiben für das Schreibmeer angeht, bemerke ich selbst beim Schreiben eine Entwicklung. Das tut gut, wenn man vorher fast nur das Gefühl hat, auf der Stelle zu treten und Dinge zu vermeiden, statt anzugehen.

Ausblick

Schreibtechnisch steht das Überarbeiten von Back to the Roots im Februar wieder im Mittelpunkt. Mein Alltag hat sich gefestigt und ich bin, was meine Grundbedürfnisse angeht, entspannt und sortiert. Der Monat ist ja ein bisschen kürzer, mal gucken, wie weit ich damit komme.

Hinsichtlich Social Media und wie ich mich im Netz "präsentieren" möchte, ist auch wieder sehr viel Motivation da. Ich habe mindestens einen Blogartikel in der Woche für die Teestube geschrieben. Ob das so bleiben wird, weiß ich nicht, denn manchmal hat man mehr Gedanken und manchmal weniger. Obwohl ich weiß, dass es sinnvoller ist, regelmäßig zu bloggen, ist es mir wichtiger, auch wirklich was zu sagen zu haben.
Zum Ende des letzten Jahres hatte ich ja eher weniger Lust auf Facebook. Das hat sich wieder geändert, ich lasse mich nicht mehr von irgendwelchen Facebook-Algorithmen stressen und nehme etwas Energie aus meiner Facebookseite. Meine "Strategie" scheint anzukommen, denn ohne viel Mühe hineinzustecken, ist trotzdem Interaktion mit euch da. Ich poste eben nur noch Dinge, die (in meinen Augen) relevant sind, und nichts mehr, nur um die Seite zu füllen.
Weiterentwickeln möchte ich mich auf jeden Fall im Bereich Youtube und Vloggen. Da schaue ich mir gerade einiges an und versuche es auch, soweit möglich umzusetzen. Es ist schwierig, da ich sehr unregelmäßige Arbeitszeiten habe, aber die Motivation ist da und die Reaktionen darauf freuen mich sehr <3

Eine kleine Challenge an mich ist im Februar, dass ich mein Trinkgeld aus dem Brotjob sparen möchte. Es ist nicht viel am Tag und der Drang, direkt etwas davon zu kaufen ist groß. Daher die kleine Herausforderung, dies eben nicht mehr zu tun und zu schauen, wie viel am Ende des Monats dabei rumkommt :D
Dass es die kleinen Dinge sind, die man schätzen sollte, weil sie einen meistens sehr viel weiterbringen können, habe ich im Januar wirklich gelernt. Und so hoffe ich, mir diese Erkenntnis über das ganze Jahr im Kopf behalten zu können.


Wie war euer Januar? Und was habt ihr euch für den Februar vorgenommen?

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