Die Inspiration liegt in mir selbst

Samstag, Juni 17, 2017 Tinka Beere 2 Comments



Na, bisher klappt es doch ganz gut.

Ich bin gerade mega dazu inspiriert, wieder eine Art Wochenrückblick  zu machen (letzte Woche gab es bereits einen vorsichtigen Start). Einmal, weil ich sowas mitunter selbst im Moment total gerne mag und lese, und dann weil, ich durch das Reflektieren mein Bewusstsein für die Dinge schärfen möchte, mit denen ich mich beschäftige. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass ich dadurch diesen Blog wieder etwas belebe und Regelmäßigkeit ins Bloggen kriege. Und wer weiß, irgendwann - wenn ich reich und berühmt bin ;-) - ist es sicher interessant, meine Geschichte nochmal nachzulesen.

Durch den ganzen Stress der letzten Wochen stoße ich immer und immer wieder auf die gleichen Themen. Meditation, Achtsamkeit und damit zusammenhängend auch den Buddhismus.
Ich war schon immer recht gläubig. Zwar wusste ich, dass der Weihnachtsmann nur eine Erfindung ist, aber dennoch war der Glauben und allein der Wunsch, dass so etwas existiert, immer irgendwie da. Ebenfalls bin ich seit ich mir (halbwegs) darüber bewusst bin, wie die Welt funktioniert, dass es irgendeine Kraft gibt, die alles in ein Gleichgewicht bringt, indirekt vielleicht lenkt und leitet. Ich muss es nicht Gott nennen. Ich habe keinen Namen dafür - und das braucht es für mich auch nicht. Obwohl ich christlich erzogen wurde (mit allem, was dazu gehört: Taufe, Konfirmation, Besuche der Kirche wenigstens an Weihnachten und Ostern), habe ich mich nie christlich gefühlt. Und das ist es doch, worauf es beim Glauben ankommt. Manchmal sagte ich sogar als Teenager, ich suche mir einfach aus allen Religionen das beste raus - was natürlich Quatsch ist, da ich von vielen immer noch keine Ahnung habe. Das, was ich aber habe, ist eine gefühlte Religion und die scheint dem Buddhismus sehr ähnlich zu sein, je mehr ich mich damit befasse. Sicher, ich weiß noch nicht alles darüber, aber mir gefällt der Ansatz, nicht einen Menschen (oder Gott) anzubeten, sondern die Erleuchtung in sich selbst zu finden. Nicht gezwungen zu werden, bestimmte Rituale durchzuführen. Einfach nur "gut" leben, nach dem eigenen Verständnis. Für mich heißt das, keinem Lebewesen zu schaden oder zumindest so wenig Leid wie möglich zu verursachen.

Aktuell lese ich dazu das Buch "Buddhismus für Dummies"

Seit Montag versuche ich (mal wieder) ernsthaft regelmäßig zu meditieren. Ich habe inzwischen so viel darüber gelesen, dass es für mich klar ist, dass es etwas bewirkt. Mental und körperlich. So sehr, dass ich es für mich mittlerweile als notwendig erachte. Zwar spüre ich aktuell noch keinen nachhaltigen Effekt, aber währenddessen ist es sehr spannend, zu beobachten. Einmal, wie meine Gedanken immer wieder abschweifen, und dann, wie sich der Körper anfühlt. Vorzugsweise meine Hände, die ich einfach auf die Knie lege, während ich im Schneidersitz sitze, fühlen sich (wenn ich mich nicht zu sehr von meinen Gedanken ablenken lasse) an, wie in Watte gepackt, ganz schwer und gleichzeitig leicht, wobei ich die Berührung meiner Knie gar nicht mehr spüre. Es ist ein faszinierender Gedanke, dass ich meinen Körper in einen Ruhemodus schicke, damit er sich für kurze Zeit erholen kann.
Während ich also dasitze und meine Aufmerksamkeit immer wieder zu meinem Atem zurückhole, habe ich gleichzeitig das Gefühl, als würde mein Bewusstsein schaukeln. Mit jedem Herzschlag wippe ich mit dem Oberkörper vor und zurück, was nur eine innerliche Bewegung zu sein scheint. Bei einem Meditationskurs, den ich eine Woche in einem (christlichen) Kloster gemacht habe, wurde mir bestätigt, dass ich nicht schaukeln würde :-D


In meinem Rückblick in der letzten Woche habe ich von einer Rastlosigkeit geschrieben. Und auch auf Twitter zwitscherte ich davon, dass ich mir ein Sachbuch nach dem anderen auf meine Merkliste der Onleihe lege. Immer wieder überfällt mich ein quälender Wissensdurst. Ich kann dann gar nicht schnell genug konsumieren - doch letztendlich bleibt es meistens bei dem Wunsch, irgendwas zu konsumieren und zu wissen, inspiriert zu werden und damit meinen "langweiligen Alltag" aufzuwerten. In den letzten Tagen ebbte dieses Bedürfnis ein wenig ab. Mir ist die Erkenntnis begegnet, dass ich vermutlich nie meinen Wunschzustand erreichen würde, wenn ich anderen nur nacheifere. Inspirieren lassen ist gut, aber dann sollte man auch selbst mal etwas machen und nicht nur konsumieren. Dieser Gedanke kam, als ich einen Podcast, den ich in dieser Woche entdeckt habe, - ja, richtig - konsumiert habe. Immerhin ist mein Konsumverhalten weniger geworden und ich schaffe es, endlich etwas zu tun, selbst etwas zu schaffen.

Hier geht's zum Podcast auf Youtube: Laura Malina Seiler


Ich experimentiere sehr gerne mit meinem Körper. Damit ist jetzt nicht das harmlose Wühlen im Matsch gemeint oder irgendwelche zweideutigen Schweinereien. Seit ich vor über drei Jahren aufhörte, Fleisch zu essen, und begann, mich mit Ernährung und dem ganzen Kram zu beschäftigen, versuche ich darauf zu achten, was mir und meinem Körper gut tut. Dass ich mich akribisch an die gewonnenen Erkenntnisse halte *hust* schlaflosenächteundvielalkoholsindnichtdasbestewasichmeinemkörperantunkann *hust*, will ich damit nicht gesagt haben ;-) Allerdings führe ich seit ein paar Wochen eine Art Stimmungstagebuch, in dass ich verschiedene Gewohnheiten und auch meine Laune eintrage - den Schokoladenexsess von der letzten Woche sieht man mir übrigens in der Form von drei mehr oder weniger kleinen Pickeln an.
Immerhin geht es mit dem Laufen wieder bergauf. Ich bin nicht mehr allzu unmotiviert und meine Leistungskurve stieg zum Ende der Woche wieder etwas an, nachdem es am Anfang der Woche echt nicht schön war, laufen zu gehen - und dabei liebe ich es so.

Zum Laufen höre ich übrigens dieses Album von Peter Fox: Stadtaffe. Das hat zwar hauptsächlich den Grund, weil ich nicht mehr an meinen IPod dran komme, um neue Lieder aufzuspielen, aber eigentlich ist diese Musik die perfekte Motivation zum Joggen.


Durch dieses Video von Jasminar wurde ich auf die Online-Petition gegen Tierversuche zu kosmetischen Zwecken aufmerksam und habe auch direkt unterschrieben. Wenn ihr mögt, schaut es euch doch mal an.


Außerdem hat mich ein Thema in dieser Woche sehr beschäftigt: Wie soll ich mit meinen anderen Identitäten im Internet umgehen. Darüber habe ich in meinem Video am Montag gesprochen und bin sehr an eurer Meinung interessiert. Mittlerweile bin ich noch mehr in meiner Entscheidung gefestigt, die Grenzen, die hinter den Kulissen sowieso stark verschwimmen, auch in der Öffentlichkeit so zu vertreten, da meine Gründe für ein geschlossenes Pseudonym nicht mehr gegeben sind. Allerdings werde ich es nur erwähnen, wenn es sich eben ergibt - ich möchte euch ja auch nicht nerven.


So, das war's jetzt erst einmal für diese Woche und ich bin gespannt, was mir in den nächsten Tagen für interessante Themen begegnen.


P.S. Schreibt mir doch einfach, wie euch dieser Beitrag gefällt oder was ihr zu dem einen oder anderen Thema zu berichten hat. Es würde mich sehr interessieren :-)

Kommentare:

  1. Den Buddhismus finde ich auch unglaublich spannend, auch wenn ich überzeugte Atheistin bin. ;) Vor allem im Zusammenhang mit dem Phänomen Klarträumen habe ich mich eine Zeit lang damit beschäftigt. Es gibt ja Leute, die glauben, dass man in Träumen einen direkten Zugang zum Unterbewusstsein (und damit auch sich selbst) finden kann und sogar ins Gespräch mit seinem unterbewussten Ich kommen kann. Das finde ich schon ziemlich faszinierend. Meditation soll dabei auch sehr helfen. :)

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    1. Hey Evelyne,

      das schöne ist, man kann Atheist und Buddhist sein :-)

      Ja, spannend und faszinierend ist es auf jeden Fall! Ich bin gespannt, was ich noch so darüber erfahre ^^

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