Music is my life

Montag, Juli 03, 2017 Tinka Beere 0 Comments




Manchmal, denke ich, ist es besser, nicht bekannt zu sein. In welchem Maße auch immer, sei mal dahin gestellt. Oder zumindest noch berühmter und damit weniger nahbar. Ich stelle mir zumindest vor, dass es einfacher wäre. Aber vielleicht ist es dann noch weniger einfach.

Schon jetzt bekomme ich Mails, häufig mit der Bitte, das Buch eines Autoren auf meinem Blog vorzustellen oder auf diversen Plattformen zu rezensieren. Manche dieser Nachrichten sind wirklich nett geschrieben und der Verfasser hat sich wirklich Mühe gegeben, dass es mir fast leid tut, das Buch nicht zu lesen. Oft würde das Buch wirklich passen. Aber ihr wisst ja, ich und Rezensionsexemplare ...
Andere Nachrichten, die ich bekomme, möchte ich schon fast als dreist bezeichnen. Da werden mir Dinge unterstellt, die einfach nicht stimmen. Es wird versucht, sich in mein Leben einzumischen, oder mir zu sagen, wie ich worauf zu reagieren habe und vielleicht noch, was ich posten sollte - oder auch nicht.
Ich mag es ganz und gar nicht, persönliche Dinge öffentlich auszufechten. Noch dazu habe ich Angst, wie sich diese Konflikte in naher oder ferner Zukunft auswirken können. Einerseits liebe ich es, in Kontakt mit anderen Autoren und Bloggern zu stehen, sich auch näher auszutauschen, andererseits fürchte ich mich mittlerweile davor, neue Menschen in mein Leben zu lassen, die ich nur über das Internet kenne. Sicher, auch Leute, die man ganz natürlich kennenlernt, können sich als "unpassend" entpuppen, aber hier schleicht sich der Kontakt in den meisten Fällen aus. Mit dem Internet ist das so eine Sache: Man kann sich in den seltensten Fällen aus dem Weg gehen. Dass gleich zwei Menschen in der vergangenen Woche erneut meinen Weg kreuzten, kam mir außerordentlich kurios vor. Warum gerade jetzt? Beide verhielten sich ähnlich und ich fragte mich beim Austausch einiger Nachrichten, ob das jetzt wirklich deren Ernst ist ...

Worauf ich eigentlich hinaus will. Ich denke, ich kann mit so etwas ganz gut umgehen, beziehungsweise habe meinen Weg gefunden. Allerdings wird für ehemals nahe Kontakte schwer sein, mich mein Ding machen zu lassen, wenn sie mir im Internet zwangsläufig über den Weg laufen und dann aus einer Laune heraus, Kommentare zu meinem tun hinterlassen ... Und dann darf ich mir wieder Vorwürfe anhören, weil ich reagiere, wie ich reagiere oder tue, was ich tue.

Da bleibt die Frage: Wie viel darf man sich als "Berühmtheit" gefallen lassen? Und möchte ich überhaupt noch mit Autoren befreundet sein oder neue Freundschaften eingehen, die über den "oberflächlichen Autorenalltag" hinausgehen?
Ich bin wirklich froh, dass viele Autoren mit ihrem Kram und dem Schreiben beschäftigt sind und dabei so introvertiert, dass sie oftmals gar keinen näheren Kontakt mit Gleichgesinnten suchen.


Wenn es nicht das Camp NaNo ist, dass in Autorenkreisen um sich schlägt, dann sind es bereits die Vorwehen der Buchmesse. Viele haben bereits ihre Hotelzimmer reserviert und freuen sich darauf. Bisher habe ich wirklich sehr viel Glück gehabt und bin durch die eine oder andere Freundschaft und meinen Blog wirklich sehr günstig damit weggekommen. Ich möchte auch nicht abstreiten, dass es jedes Mal eine tolle, wenn auch anstrengende Zeit war - allerdings bin ich in diesem Jahr nicht ganz so flexibel, was das zeitliche als auch finanzielle angeht, daher kann ich noch überhaupt nicht sagen, ob ich bei der Frankfurter Buchmesse dabei sein kann.
Waren meine Gedanken zu Beginn der Woche eher bei einem Nein, haben diese sich nach dem Treffen einer lieben Freundin aus Frankfurt wieder mehr zu einem Ja verschoben. Wir werden sehen, wie es läuft und ob ich doch in Frankfurt anzutreffen sein werde.


Einer der letzten Beiträge vom letzten Jahr auf Instagram war zu meinem Vorhaben, wieder mehr Musik in mein Leben zu lassen.

G u t e V o r s ä t z e Eigentlich bin ich so gar kein Freund von guten Vorsätzen fürs neue Jahr. Warum? Weil ich mir fast täglich neue Dinge in den Kopf setze und nicht warten möchte, bis das neue Jahr, der neue Monat, die neue Woche, ja, manchmal nicht einmal bis der neue Tag anfängt. Ich bin ein Mensch, der gleich machen möchte. Dennoch habe ich mir ein paar Dinge vorgenommen. Dinge, die ich schon begonnen habe, umzusetzen und welche ich im neuen Jahr weiterführen möchte. Eine Sache seht ihr auf dem Bild: mehr Zeit für Dinge, die ich liebe. Mehr Zeit für Dinge, die mir wichtig sind und die das Leben lebenswert machen. Dinge, die mich heile machen, wenn mich mal der Mut verlässt. Ich wünsche mir für das nächste Jahr für mich mehr Musik. Mit anderen gemeinsam und allein. Weil Musik ein Teil meines Lebens ist, den ich nicht mehr missen möchte. Seit über einem Jahr spiele ich in einer Band. Wir sind ein chaotischer Haufen, doch genau so liebe ich es. Seitdem lerne ich auch Gitarre spielen und in letzter Zeit habe ich wieder Motivation, mich mehr zu fordern. 12 Jahre lang habe ich gelernt, Akkordeon zu spielen und meine Band animiert mich dazu, mich abseits von Noten und Vorgefertigtem auszuprobieren. Seit mehreren Jahren habe ich mein ePiano und in den letzten Wochen nehme ich mir in meinen Arbeitspausen oder wenn ich beim Kochen warten muss einen Moment Zeit dafür. Zum Schreiben läuft Musik. Zum Arbeiten. Sie ist meistens das erste, was morgens in meinem Kopf ist. Wirklich, fast jeden Morgen wache ich mit einem Lied im Kopf auf; teilweise kommt es sogar aus dem Traum mit in die Wirklichkeit. Was wünscht ihr euch für euer nächstes Jahr?
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Leider bin ich seit dem Juli kein Teil meiner Band mehr. Das hat eher persönliche Gründe, als dass sie das Miteinander oder den Spaß betreffen.

In meinem Fünf-Jahres-Plan, den ich im letzten Jahr für mich entworfen habe, gab es auch einen Punkt, der das Musikalische betraf. Schon beim Spielen mit meiner Band merkte ich, dass ich Probleme damit habe, zu improvisieren. Jahrelang habe ich immer nur vom Blatt spielen müssen - oder eben das, was ich gehört habe, nachgeklimpert. Das hat sich mit der Zeit schon verbessert. Ein eigenes Lied hatte ich jedoch nie geschrieben - bis letzte Woche. Ungefähr eineinhalb Wochen habe ich ein bisschen auf meinem E-Piano rumgeklimpert, gelauscht, was bei diesen und jenen Tastenkombinationen gut klingt, und so nach und nach ein eigenes Lied komponiert. Vermutlich nicht das weltbeste, aber ein erster eigener Song. Interessanterweise hört sich die Aufnahme anders an, als das, was ich höre, wenn ich spiele. Und mein verrücktes Hirn hat sogar schon eine Verwendung dafür. Mein Traum wäre es, dieses Lied in einem Buchtrailer zu verkleistern - und ich habe sogar schon eine Idee, zu welcher Geschichte er passen könnte.

Und dann - Endlich! Endlich! - sind die letzten Utensilien bei mir eingetroffen, um endlich gescheit Geige spielen zu lernen.

Im Folgenden seht ihr eine ganz euphorische Tinka mit Fidolina posieren :-D


Zum Abschluss habe ich noch ein kleines Sportupdate für euch. Aktuell habe ich Woche drei (eine Woche zählen bei der Challenge fünf Tage) abgeschlossen und auch wenn ich vor wenigen Tagen noch beteuerte, bis auf den Muskelkater nichts zu merken, fühlt sich seit gestern meine Körpermitte etwas fester an - also eher vom inneren Körpergefühl. Von außen ist da noch nicht viel zu spüren :-D


Und damit wünsche ich euch einen schönen Start in die neue Woche!

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